Kurz eingefügt

Kurz eingefügt

Zum Quadratscheißer der Spieß

 

 

 

 

Anmerkung: ABC-Etueden 39 ; Quadratscheißer, postfaktisch, ergebnisoffen

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Nichiyo Sonntagsgedanken 24.09.2017

Nichiyo Sonntagsgedanken 24.09.2017

Ein Wort begleitete mich durch die Woche:

 

Seelenfarben

inspiriert durch eine Wuppertaler Ausstellung.

Wie sähe ein Bild aus? Wie würde ich es gestalten?

Mit diesen Zeilen möchte ich gedanklich ein Bild entstehen lassen, durch Worte und einem Gedicht.

Lila war die Farbe die das Wort Seelenfarben begleitete, eine lebensfrohe leuchtende Ausstrahlung. In einer Zeitschrift wurde angeregt ein Aquarell aus Regentropfen zu malen.

Ein paar Beispiele:

Lila regentropfen

Regentropfen2

(clipart easy)

Mein Bild dazu:

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Doch welche Bedeutung hat eine Seelenfarbe?

Jeder von hat eine Seelenfarbe, die einen Ursprung hat, welche unsere Gefühle, unsere Stimmungen und Seele beruhigen kann. Farben berühren unseren Geist und Seele, deine Lieblingsfarbe sagt viel über die Natur unserer Seele aus, und seiner Aufgabe im Leben.

Farben können in verschieden interpretiert werden, z.B.:

Rot  symbolisiert Energie, Leidenschaft, Mut, Kreativität, Wärme. Es wird ebenso mit Aggression verbunden. Rot ist eine kraftvolle Farbe und wird oft in Moderationen benutzt.

Gelb symbolisiert: Intelligenz, Glücklich sein und Überzeugungskraft.

Grün symbolisiert Geld, Glück, Reichtum. Es wird auch mit Neid verbunden.

Seelenfarben sind wie ein Regenbogen, die in vielen Facetten schimmern.

https://www.youtube.com/watch?v=3voTX461GMU

 

Die Farben meiner Seele

Ich suche nach dem blauen Kreuz

Ich träumte von grünen Bäumen

Und gelben Vögel

Ich liebe das beobachten von weißen Wolken am dunklen Himmel

Farben und Regenbogen

Freude und Spaß

Machen das Leben lebenswert

Girlie lactao

 

 

Gedanklich ist das Bild gemalt, ein Wort das durch die Woche geisterte entfaltet.

Neue Texte in Arbeit, das Buch fast gelesen.

 

Nichiyo Sonntagsgedanken 17.09.2017

Nichiyo Sonntagsgedanken 17.09.2017

 

Tag des Friedhofs

Der Tag des Friedhofs findet jedes Jahr jeweils am Sonntag des dritten vollständigen Wochenendes im September statt. Er soll den Menschen den Friedhof als Ruhestätte, Ort der Trauerbewältigung, Erholungs- und Lebensraum näherbringen, sowie den Umgang mit den Themen Tod und Trauer enttabuisieren.

An diesem Aktionstag gibt es unter anderem geführte Friedhofsrundgänge, Diskussionen zu friedhofsrelevanten Themen und dem Tod als Bestandteile des Lebens, Ausstellungen mit verschiedenen Schwerpunkten sowie kulturellen Veranstaltungen

 

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St.-Peters-Friedhof

Ringsum ist Felseneinsamkeit.

Des Todes bleiche Blumen schauern

Auf Gräbern, die im Dunkel trauern –

Doch diese Trauer hat kein Leid.

Der Himmel lächelt still herab

In diesen traumverschlossenen Garten,

Wo stille Pilger seiner warten.

Es wacht das Kreuz auf jedem Grab.

 

Die Kirche ragt wie ein Gebet

Vor einem Bilde ewiger Gnaden,

Manch Licht brennt unter den Arkaden,

Das stumm für arme Seelen fleht –

Indes die Baume blüh’n zur Nacht,

Daß sich des Todes Antlitz hülle

In ihrer Schönheit schimmernde Fülle,

Die Tote tiefer träumen macht.

Georg Trakl

 

 

Die Quintessenz meiner Schreibwoche sieht mager aus, ein kleines Gedicht geschafft, hier und da etwas gelesen, aber der Funke sprang nicht über.

 

Meine Seele

Innerlich gewunden

das Seelenleben in Aufruhr

warum geschah dies

entzweite Liebe

das Herz zerbrochen

(wortsonate)

 

Irgendwie trifft mich diese Woche so eine Art Herbstblues, zudem steckt mir eine Grippe in den Knochen, und der Leseschmöker geht nicht voran.

Ein winzige Idee schwirrt im Kopf, ich denke sie wird geschrieben.

Japan ist im Herbst bunt und lebendig. Die Natur wandelt ihr Kleid in vielfältige Farben durch das Land. Es ist die Zeit der Ernte, in dem die Japaner viele lokale Köstlichkeiten verspeisen. Auch finden einige Feste statt.

https://taiken.co/single/5-awesome-japanese-autumn-festivals

 

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Herbst/ Zeilen

Herbst/ Zeilen

Voller Mond im Herbst

Voller Mond im Herbst!

Um den Teich bin ich geirrt,

eine ganze Nacht.

Matsu Bashó

 

 

IMG_20170826_115238 Baum

 

Der Herbstwind

Der Herbstwind (In seinem Überschwang bläht er kalt)

durch die Reisähren ( Um unsere Liebe)

so traurig,

leer ist das Getreide (Mein Herz ist einsam)

sie sind verlassen.

Ono no Komachi

 

Herbstzeit

Blätter tanzen über den Boden

rot, golden verfärbt

so wie unsere Liebe sich drehte                 

Stille breitet sich aus

Seit du gegangen bist

Drachen steigen über die Felder

so wie wir uns entzweit haben.

(wortsonate)

 

 

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Nun lass den Sommer gehen

Lass Sturm und Winde wehen

Bleibt diese Rosen mein

Wie könnt ich traurig sein?

Joseph von Eichendorf

                    

 

Nichiyo Sonntagsgedanken 10.09.2017

Angeregt durch den Beitrag „Die Kunst im Alter glücklich zusein“ auf dem Blog von frauenseele, kam mir der Gedanke an Pina Bausch.

Pina Bausch ist mir durch ihr Tanztheater bekannt, sicher kann nicht jeder damit etwas anfangen.

In den 1970er Jahren wurde Pina Bausch mit ihrer Entwicklung des Tanztheaters zu einer Kultfigur der internationalen Tanzszene. Pina Bausch verband erstmals den Tanz mit den Genres Gesang, Pantomime, Artistik, Schauspiel zu einer neuen Kunstgattung.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Pina_Bausch

http://www.pina-bausch.de/

 

 

Tanzen ist eine vielfältige Kunstform. Auch wird dem Tanzen eine heilende Wirkung nachgesagt. Einen Überblick gibt der Brigitte Artikel: Tanzen: Trainieren mit Taktgefühl

 http://www.brigitte.de/gesund/fitness-fatburn/tanzen–trainieren-mit-taktgefuehl-10597068.html

 Tanzen wirkt sich stark auf das seelische und körperliche Wohlbefinden des Menschen.

In Japan hat der Tanz eine lange historische Geschichte und viele Formen. Die Tänze die Kakubi Spiele aufführen, werden Nihon buso (japanischer Tanz) genannt, und sind beliebt bei den Menschen, die diesen Tanz als Hobby lernen.

Es gibt zwei Arten von Bewegungen im japanischen Tanz. Der ein kommt von mia, welcher seinen Ursprung im Nohdrama hat, und der zweite kommt von Odori, welcher aus kakubi stammt. In mai sind es einfache Bewegungen, wie ein langsames Schlurfen und ein schnelles Schreiten im Kreis.

Odori, dagegen, hat prächtige prahlerische Bewegungen, wie verschiedene Drehungen.

Kimonos sind ein unverzichtbares Element des japanischen Tanzes, und das schamisen, ein dreiseitiges Musikinstrument, wird üblicherweise zur Begleitung eingesetzt. Shamisen Musik wird kombiniert mit Gesängen oder Erzählungen einer Geschichte.

 

 

„Tanz ist die Poesie des Fußes“ John Doyden

Ein Zitat das viel aussagt, mit dem ich den kurzweiligen Blickwinkel schließen möchte.

 

Tanzen               Tanz

Ich werde die ganze Nacht tanzen

Ich werde den Schmerz weg tanzen

Ich werde tanzen bis zum Sonnenaufgang

Gnade mit unserem Tag

 

Ich werde tanzen bis ich benommen bin

Bis ich nichts mehr fühle,

Ich werde tanzen bis ich umfalle

Und mich nicht mehr erinnere warum ich tanze

 

Ich werde tanzen bis du mich liebst

Ich werde tanzen den Rest meines Lebens

Ich werde tanzen bis du zurückkehrst

Bei sanften Mondlicht

 

Ich werde tanzen zur Musik

Bis mein Herz zerbricht

Ich werde tanzen bis nichts mehr wehtut

Bis du mich fortzerrt

Tatianna Rei Moonshadow

(Eigene Übersetzung wortsonate)

((Bild freepik.de))

 

Zum wirklichen Ende sind meine Wörter über das Papier getanzt.

Meine Schreibwochen laufen zur Zeit schleppend, ich arbeite mich durch die Anthologie „Japanese Women Poets“ , ein wenig enttäuscht bin ich vom aktuellen Leseschmöker. Gedanken gehen dahin mehr japanische Autoren vorzustellen, aber das braucht Zeit.

In diesem Sinne genießt den Sonntag.

 

 

Zum Gedenken an John Ashbery

Zum Gedenken an John Ashbery

Der Maler

Zwischen dem Meer und den Häuser sitzend

Genoss er das porträtieren der See

Genauso scheu wie Kind sich einen Betenden vorstellt

Ist es bloße Stille, er allein mit seinem Gegenstand

Langsam wie der Sand, einen Pinsel nehmend

Zeichnet er sein eigenes Porträt auf die Leinwand.

 

So gab es niemals ein Bild auf seiner Leinwand

Bis die Leute die in den Häusern lebten

Ihn zum Arbeiten brachten: Nutze den Pinsel als

Mittel zum Zweck. Wähle, ein Porträt,

etwas weniger wütend und groß, und mehr Objekte

aus einer Malerlaune, oder vielleicht als Betender.

 

Wie konnte er ihnen sein Gebet erklären

Diese Natur, nicht Kunst, die die Leinwand zerreißen konnte?

Er wählte seine Frau als Objekt aus.

Machte sie riesengroß, wie ein zerstörtes Gebäude

Als ob er sich selbst vergisst, das Gemälde

Sich selbst ausdrückt ohne den Pinsel.

 

Ein wenig ermutigt, taucht er seinen Pinsel ein

In dem Meer, ein inniges Gebet murmelnd:

„Meine Seele, wenn ich nächstes Mal ein Bild male

Lass du es sein welches mein Gemälde ruiniert.“

Das neue Spektrum geht wie ein Feuer durch die Häuser

Er sei zurückzugegangen zum Meer als Objekt.

 

Stell dir einen Maler vor der seinen Gegenstand kreuzigt

Zu erschöpft um seinen Pinsel anzuheben,

Forderte das einige Künstler, die an der Hauswand lehnten

Zu hämischen Worten auf: „ Wir haben einen Beter

Nun, stellen wir unsere Leinwände auf,

und nehmen die See als Modell!

 

Andere bezeichneten es als Selbstporträt

Letztendlich wurden alle Bezeichnungen des Gegenstandes

langweilig, die Leinwand verlassend

Begann es zu langsam zu verblassen, zurück blieb die Leinwand.

Absolut weiß. Er legte den Pinsel nieder

Sofort brüllte einer, das war also der Beter,

Herkommend von den überfüllten Häuser.

 

Sie warfen ihn, das Bild, vom höchsten Gebäude

Und die See verschlang die Leinwand und den Pinsel

Als ob seine Gegenständen beschlossen hätten

Zurückzubleiben als Anklage.

 

(eigene Übersetzung wortsonate)

http://www.zeit.de/kultur/literatur/2017-09/john-ashbery-dichter-tot

 

 

Nichiyo Sonntagsgedanken 03.09.2017

Nichiyo Sonntagsgedanken 03.09.2017

Tack , Tack die Schreibzeit ging verloren. Daher mache ich es heute kurz, und füge den

                    Tag der jüdischen Kultur

ein.

 

Der europäische Tag der jüdischen Kultur findet jedes Jahr am ersten Sonntag im September statt. Er wurde 1999 ins Leben gerufen und wird jedes Jahr von der Europäischen Vereinigung für die Bewahrung und die Förderung von Kultur und Erbe des Judentums (AEPJ) koordiniert. Der Aktionstag wird in etwa 30 europäischen Ländern von jüdischen und nichtjüdischen Organisationen gemeinsam veranstaltet. Mit dem Tag der jüdischen Kultur sollen das europäische Judentum, seine Geschichte, Traditionen und Bräuche in Vergangenheit und Gegenwart den Menschen näher gebracht werden.

 

 Chaos

Die Sterne fliehen schreckensbleich 

Vom Himmel meiner Einsamkeit, 

Und das schwarze Auge der Mitternacht 

      Starrt näher und näher.



 Ich finde mich nicht wieder 

In dieser Todverlassenheit, 

Mir ist: ich lieg von mir weltenweit 

             Zwischen grauer Nacht der Urangst. 



Ich wollte, ein Schmerzen rege sich 

Und stürze mich grausam 

      Und riss mich jäh an mich; 

                Und es lege eine Schöpferlust 

              Mich wieder in meine Heimat 

Unter der Mutterbrust. 



Meine Mutterheimat ist seeleleer, 

Es blühen dort keine Rosen 

Im warmen Odem mehr. - . . .  

Möchte einen Herzallerliebsten haben! 

Und mich in seinem Fleisch vergraben.

(Else Laske Schüler)