Nichiyo Sonntagsgedanken 30.07.2017

Nichiyo Sonntagsgedanken 30.07.2017

Tag des Taschenbuches

Wochenmäßig schien alles im Regen unterzugehen. Wassermassen nach der Hitze, die Laune verdüsterte sich.

 

Regenschirme im Regen

Eine Auswahl von bunten Schirmen,

abwehrend den Regen,

wundere ich mich über jene, darunter versteckt

ob ihr Leben vom Regen unterbrochen ist

Mit dem grauen Himmel über ihnen,

ihre Körper tief gebeugt.

Was ist die Botschaft die das Auge empfängt

Wohin gehen all diese Körper.

Es könnte sein das sie ein Gefühl verstecken

nicht nur wegen dem Regen,

aber das ist nur ein Gedanke von mir,

und könnte falsch liegen-wieder mal !

(Ernstine Northover)

((eigene Übersetzung))

 

Ebenso entwickelte sich meine Energie nach unten, Nachtschichten sind einfach anstrengend. Positiv ging es schreibmäßig voran.

Aufarbeiten will ich die Themenhefte japanische Literatur des Fernkurses. Ein weiteres Thema, das mich inhaltlich beschäftigen wird: „Essen wenn andere schlafen.“ Das bedeutet Schichtarbeiten und sich gesund ernähren tritt immer deutlicher als Fachthema hervor. cG4HhIv.jpeg

Das bedeutet Lesen, lesen

Und was wird dazu benötigt? Bücher

Die werden heute mit dem Tag des Taschenbuches gewürdigt.

Taschenbücher erschienen regulär das erste Mal im 19. Jahrhundert, enthielten einen Kalender, und viele nützliche Mitteilungen.

Das Taschenbuch in der heutigen Form wurde 1935 mit der Reihe des britischen Penguin Books geboren. Im deutschsprachigen Raum erschienen Taschenbücher Ende der 1930er Jahre in den Verlagen Goldmann und Scherz.

Gut, manch einer wird sagen, völlig out, in Zeiten E-Book und App.

Ich mag das Taschenbuch, etwas Festes in den Händen halten, den Geruch des neuen Buches. Und ja ich habe wieder eine Leseliste in einem Heft angelegt.

Alles nachdem mein E-Book absolut abgestürzt ist, der Akku ist wohlhinüber.

Lesen.net hat 10 Gedanken zur Zukunft des Buches aufgelistet.

https://www.lesen.net/diskurse/10-gedanken-zur-zukunft-des-buches-gastartikel-19147/

Punkt 4 finde ich interessant, dass es mit dem Taschenbuch eng wird. Welche Arten von Büchern angenommen werden, beziehungsweise sich künftig durchsetzen, ist auch davon abhängig was der Leser mit dem Buch anstellt. Beim Sachbuch werden weiterhin viele Menschen die Vorzüge des Printbuch zu schätzen wissen.

Solange es Taschenbücher gibt, werde ich dabei bleiben, nochmal möchte ich meine Bücher nicht verlieren.

Genug Lesestoff lässt sich finden.

In Bonn und Umland hat sich das Literaturnetzwerk „Rheinbach“ gegründet. Es soll eine Austauschmöglichkeit für Autoren, Buchhändler, Verlagen, Bibliotheken und Lesekreise sein.

http://www.general-anzeiger-bonn.de/region/vorgebirge-voreifel/rheinbach/Literaturnetzwerk-%E2%80%9ERheinbuch%E2%80%9C-gegr%C3%BCndet-article3614424.html

 

 

In Büchern liegt die Seele

Aller gewesenen Zeit.

(Thomas Caryle)

 

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Und zur Entspannung:

 

Karuizawa  Picture Book Museum

Karuizawa liegt am Fuße eines Berges mit einem sehr kühlen Sommerklima für Entspannung.Die Umgebung ist üppig mit seinen reichen Wälder und Gärten. In dieser Gegend ist das Karuizawa Picture Museum angesiedelt.

 Das Museum ist der beste Platz um Ersterscheinungen zu entdecken und zeichnet bekannte Geschichten aus der ganzen Welt auf. Ebenso gibt es ein Buchgeschäft und einen Garten. Das Buchgeschäft bietet viele interessante Geschichten über Literatur, weil der Garten die Möglichkeit bietet, die frische Luft zu genießen.

Er ist der perfekte Ort für Erwachsene und Kinder die mit Freude lesen wollen. Die beste Zeit um ein Buch in der Hand zu nehmen.

http://jpninfo.com/39704

 In diesem Sinne genießt die Sommerzeit. Und auf diesem Wege möchte ich mich auch für das Lesen und „gefällt mir“ bedanken. Ebenso ein Danke schön an meine Follower.

 “Dabei waren doch gerade Bücher eins der kostbarsten Geschenke auf Erden. Kunstvoll aneinandergereihte Wörter, die zu einer Melodie wurden und sich in Bilder verwandelten. Weiße, leere Blätter, auf denen Welten größer als das Universum entstanden. Welten, die Menschen in ihren Bann zogen und alles um sich herum vergessen ließen. -Carina Bartsch, Kirschroter Sommer-

 

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( Die Fotos sind in meiner Umgebung entstanden)

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Die Lyrik ist tot, es lebe die Lyrik

Die Lyrik ist tot, es lebe die Lyrik

Babelsprech.International am 27./28. Juli in Berlin

Mehr als zwanzig junge internationale Lyriker treten beim Sommerfest Babelsprech.International im Literarischen Colloqium Berlin auf. Neben Lesungen wollen die Dichter mit Videoinstallationen, Musik und Wortpoesie auch die Grenzgebiete der Gattung ausloten.

Doch wie sieht es heute mit der Lyrik aus? In den 80er und frühen 90er Jahren dümpelte die Lyrik etwas vor sich hin, bis auf Durs Grünbein, der 1995 mit 33 Jahren den Büchnerpreis erhielt.

Eine andere Art ist der Poetry Slam, der sich in den 90er Jahren von Chicago aus verbreitete. Alltagslyrik, Selbstbespiegelung und Protest sind Gegenstand der Texte, die nicht mehr einfach gelesen, sondern von Profis und Amateuren virtuos artikuliert. Aufgeführt, gefeiert und sinnlich erlebt werden.

 

 

„Die Lyrik ist tot, es lebe die Lyrik“ weiterlesen

26.Juli Annentag

Heller Blitzregen

Am Himmel ein kurzer Blitz

In der Ferne ein schwacher Donner

Durch die Baumkronen ein kurzes Rauschen

 

Flash! Blitze erfüllen den Himmel

Boom! Donner füllt den Raum

Woosh! Der Wind tanzt durch die Bäume

Kiss! Erste Tropfen küssen den Boden.

 

Die Blitze blenden das Auge

Der Donner betäubt die Ohren

Der Wind kühlt den Leib

Der Sturm umfasst den Geist

 

Am Himmel helle Blitze

In der Ferne beruhigt sich der Donner

Durch die Baumkronen weht ein schwacher Wind

Vom Bürgersteig nimmt der Duft zu.

(Sean McCoy)

 

((Schreibwerkstatt: Übersetzung wortsonate))

 

 

Sommergeplänkel

Sommergeplänkel

Sommer, Zeit zum Lesen, sich mit Freunden treffen, neue Dinge auszuprobieren. In diesem Sinne möchte ich das ein oder andere Kuriose aus Japan veröffentlichen, mal heiter, mal seltsam.

Beginnen möchte ich mit einem Bericht über handgemachte Papierkleidung. Nachdem ich einen Artikel über Schuhe aus Algen gelesen hatte, dachte ich so bei mir, damit läge der User voll im Trend der ökologischen Kleidung.Papierkleidung 1

Eine kleine Gemeinschaft in der Miyagi Prefecture bemüht sich seit Jahren eine Tradition fortzusetzen: handgemachte Papierkleidung.

Eine ältere Version ist leider verlorengegangen. Durch die Industrialisierung geriet das Wissen und Können immer weiter in den Hintergrund, wurde teilweise sogar vergessen. Nur im Hinterland tickten die Uhren anders.

Fumiko Sato wurde in der Fukustima Prefecture 1939 geboren. Sie verstand schon früh, dass sie arm waren, durch die Kleidung ihrer Mutter. Es war nicht das Material aus dem die Kleidung bestand, sondern die Schnitte die sie zierten.

Bäuerliche Familien trugen meist nur Streifen, für sie war es nicht angemessen, Kleidung mit Blumen oder geometrischen Motiven zu tragen. Aber die Traditionen veränderten sich.

Sato trägt noch heute die Kleidung, und zeigt zwei Shirts: eins mit Rosen bedeckt, das andere mit geometrischen Mustern. Sie kniet im dunklen Tatami-Room auf ihrem schmalen einstöckigen Haus in Shiroishi, Miyagi Perfecture. Sie erzählt wie das traditionelle Handwerk kamiko (Kleidung aus Büttenpapier) vergessen wurde.

Getragen wurde sie seit dem 10th. Jahrhundert, wurde aber dann in der Edo Periode vergöttert. In erster Linie wurde sie von Bauern, Mönchen und den Oberschichten getragen, aus dem Papier wurden u.a auch Feuerwehruniformen gemacht. Weich wie Baumwolle aber weniger teurer, kann Papier langlebig sein. Beschichtet wird es mit einem Dattel Gerbstoff und verschiedenen Ölen damit das Papier wasserfest wird.

Blütenpapier spielte nicht nur eine bedeutende Rolle in historischer Kleidung, sondern es definierte auch die japanische Identität.

Das Blütenpapier hatte viele Bedeutungen. Im 2. Weltkrieg endete er formell auf einem Shiroishi Washi Papier.

Papierkleidung 2Längst vergangen. 2016 beendete der letzte Papiermacher seine langjährige Tradition. Und doch dann gab es Idealisten die daran festhielten.

Shiroishi ist eine kleine ruhige Stadt mit dem perfekten Klima für das Papier. Mit dem Rückgang der lokalen Papierindustrie zelebriert sich Stadt selber als die Heimat von umen (warme Nudeln), eine regionale Auswahl von Weizennudel die ohne Öl gekocht werden. Ebenso zelebriert sich die Stadt als die Verbindung zum Videospiel und Anime franchise Sengoku Basara, welches 2005 startete.

Papier heute zutragen wirkt seltsam. Trotzdem werden Textilien aus den Blättern von Washi gemacht oder aus Papiergarn gewebt. Ursprünglich wurden sie gemacht um sie im Feld zu tragen, während in der Edo Periode in den Großstädten damit die Romantik des alten Japans heraufbeschworen wurde.

In den frühen 1980s besuchte der Fashion Designer Issey Miyake Sato. Seine Kollektion 1982 war einer der letzten Momente der Shiroishi Papiermacher Tadao Endo und Sato`s Ehemann Chataro.

Endo ging 1997 weg, aber er und seine kürzlich verstorbene Frau Mashiko, sind Legenden in der japanischen Papiergemeinschaft. Sie produzierten u.a. Papier für ein beliebtes buddhistisches Ritual genannt Omizutori (Wasserschöpfzeremonie), das seit 1.200 Jahren jährlich stattfindet.

Die Wände des Tourismusbüros sind mit allen möglichen Bildern behängt, aber über das Papier wissen die Mitarbeiter wenig. Sie empfehlen einen Besuch bei Keiji Abe, der ein Spirituosengeschäft besitzt und ein kleines Feld kozo, der Hauptstoff von Shiroishi Washi, aufrechterhält. Nebenbei stellt er Papier in winzigen Mengen her.

In der Garage neben dem Geschäft betreibt er die einzige Washi-Werkstatt- ein Ort ohne Webseite, ohne Namen und weitestgehend unbekannt in der japanischen Papierindustrie.

Warum? Weil er die Tradition am Leben erhalten möchte, so wie bei uns alte Handwerkstraditionen aussterben oder nur wenige sie erhalten können, wie der des Messerschleifers.

(Quelle: http://www.japantimes.co.jp/life/2017/07/15/lifestyle/growing-paper-clothes-rural-japan/#.WWoxamf_qUk)

 

Nichiyo Sonntagsgedanken 22.07.2017

Nichiyo Sonntagsgedanken 22.07.2017

Schreibmäßig lief die Woche gut, es entstehen mehr kurze Sachen. Eine Idee für längere Geschichten wären Kunstbilder, so wie er es mal im Schreibatelier ausprobierten.

 

Kunst will auch das Art Aquarium sein. Angefangen hat Hidetomo Kimura mit dem Sammeln von Meeresfische weltweit. Er war fasziniert von den wunderschönen Fischen mit ihrer natürlichen Anmut.

Seitdem fühlt er sich als Aquarium Künstler. Er ist fasziniert von der geheimnisvollen Schönheit und Aussehen des Goldfisches. Darum wählte er diesen als Kunstwerk aus. Die erste Ausstellung fand in den Gegenden statt, wo der Goldfisch genutzt wurde.

Das Art Aquarium verbindet ein Produkt, Platzgestaltung, Ausrichtung in einem.

Ob das nun artgerecht ist sei dahingestellt. Faszinierend finde ich die Lichttechniken und die verschiedenen Arten von Aquarien.

 

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Bild Quelle japan.info

Quelle: http://artaquarium.jp/en/greeting-history/

 

 

 


KabeljauNacht und Fische

Kabeljaue spüren

das sie aus der Welt strömen

emsig schlackern ihre Kielflossen

wenn das Wasser weniger wird

Die Nacht ist so ruhig

Sie sind sich bewusst über ihre

geräuschvollen Platscher

damit nicht irgendjemand sie hört

spähen sie durch die Nacht

und finden einen einzelnen Wasserläufer

welcher dahin treibt seit Jahren, und

seinen Weg verloren hat

kreist herum

als hätte er keine Sorgen.

Toshio Nakae

(Übersetzung wortsonate)

Schreibwerkstatt

Schreibwerkstatt

Tanztee bei Meiers. Mit einen Seufzer erinnerte sich Erika an die Wochenenden wo sie das Tanzbein schwangen. Ach, wie lange ist das her.

„Irgendwie sind wir in die Jahre gekommen.“ Erika konnte sich nicht von dem Plakat trennen. Ihr kam ein Geistesblitz.

„Erich ich bin wieder da.“

„Hm.“ Das übliche Brummen.

Sie kannten sich schon aus der Buddelkiste, sind durch dick und dünn gegangen.

Mittlerweile hörte Erich schwer und Erika musste schreien um von ihrer Idee zu erzählen.

„Was?“ Typisch, er hatte sein Hörgerät wiederabgelegt.

Manchmal war es zum Weinen, wo war der Erich, der mit Leidenschaft, eine Rede hielt, stundenlang debattierte und die Leute wortreich in den Boden reden konnte.

Das wird wohl nichts.

Erika holte ihr Strickzeug heraus.

„War was?“

 

 

ABC-Etueden:

https://365tageasatzaday.wordpress.com/2017/07/16/schreibeinladung-fuer-die-textwoche-29-17-wortspende-von-cafeweltenall/

 

 


 

schwerhörigkeit

 

 

Nelson Mandela Tag

Nelson Mandela Tag

-mandela-sizedDer Nelson-Mandela-Tag ist ein Gedenktag, welcher 2009, durch die Vereinten Nationen proklamiert wurde und wird seit 2010 jährlich begangen. Der 18. Juli war der Geburtstag des südafrikanischen Friedennobelpreisträgers Nelson Mandela. Mit dem internationalen Nelson-Mandala-Tag möchte man alle Menschen dazu aufrufen, Verantwortung zu übernehmen, um mit persönlichen Beiträgen die Welt Schritt für Schritt zu verbessern.( Quelle Bild: usatoday.com)

 

 


 

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