Zeit rasend, leere Blattzeilen, die Woche einfach vorbei. Maiprojekt aus den Augen verloren.

Eine News war lesenswert.

Der E-Book Anbieter Media-Do will ein besseres intelligenteres Übersetzungssystem für englische Bücher anbieten.

Das bedeutet auch dass sie mit zwei Start-up aus Tokio zusammenarbeiten wollen, damit das englische und japanische Vokabular anwächst.

Bis 2018 soll das Projekt wachsen, in der Hoffnung dass mehr internationale Leser sich für japanische Bücher interessieren.

https://publishingperspectives.com/2017/06/japans-automated-translation-to-english/

Aber ich denke das alleine macht es nicht aus.

Literatur ist vielfältig, von verschiedenen Kulturen beeinflusst.

Vor zirka drei Jahren nahm ich an einem Fernkurs für Literatur teil. Das Thema war „In die Ferne lesen“. Schwer gefallen ist mir die arabische Raum, irgendwie fand ich keinen Draht zu den Autoren. Lateinamerika war so komplex geschrieben, das ich enttäuscht davon war. Die Kürzestgeschichten die nur am Rande erwähnt wurden, wären interessant für mich gewesen.

Letztendlich habe ich mich für Japan entschieden. Woraus der Blog entstand. Das fesselte mich, weil die japanische Literatur eine Bandbreite aufzeigt, die viel Entdeckungsraum lässt.

Vor allem die Autorinnen mit ihrer Tiefe, sind für mich lesenswert.

Dazu gehört Hiromi Kawakami mit ihren Feinanalysen. Sie lässt ihre Geschichten gerne ins Phantastische gleiten, verzichtet aber auf Anleihen bei der Genre-Literatur. Gewaltszenen wird der Leser bei ihr vergeblich suchen, sie schreibt mit sanfter Feder.

 

Litprom stellte auf ihren Literaturtagen 2016 die Frage „Was ist Weltliteratur?“

In einem Gespräch erläuterte Chamoiseau, das er behutsam mit dem Begriff umgeht.

Es stimmt, dass man lange Zeit die Literaturen und Schriftsteller nach Nation und Sprache ordnen konnte. Dann hat sich die Welt globalisiert und die Nationen, Heimaten, Kulturen und Zivilisationen begannen, einander zu durchdringen.

Wenn ein Individuum heute geboren wird, dann hat es alle Möglichkeit, die Musik zu mögen, dies im Internet hört, Leute treffen, die anderswoher kommen, eine besondere Liebe für dieses oder jenes Land zu empfinden, sich sein Heimatland und seine Sprache auszusuchen. Dieses Flüssigsein der Welt ist wichtig.“

 

„In der Muttersprache sind die Wörter den Menschen angeheftet, so dass man selten spielerische Freude an der Sprache empfinden kann. Dort klammern sich die Gedanken so fest an die Worte, dass weder die ersteren noch die letzteren frei fliegen können. In einer Fremdsprache hat man aber so etwas wie einen Heftklammerentferner. Er entfernt alles, was sich aneinanderheftet und sich festklammert.“

Yoko Tawada

 

Aber verschiebt sich nicht auch unser Blick auf die Literatur? Gerade diese Vielfalt, erschlägt mich manchmal. Meine Leseliste wird immer länger, und wenn ich am Ende des Jahres auswerte, dann ist noch nicht alles gelesen.

Es verändert ebenso das Kaufverhalten. Im Newsletter des Börsenverein wurde die Frage erörtert: „ Wie soll die Youtube Generation in die Buchhandlung gelockt werden?“

https://www.boersenblatt.net/artikel-die_sonntagsfrage.1321117.html?nl=newsletter20170604&nla=artikel1321117&etcc_newsletter=1

Ich denke vieles wird sich noch ändern, und wir werden mit neuen Trends umworben. Eins bleibt bestehen, die Zeit. Ich habe immer ein begrenztes Zeitfenster, indem ich lesen und schreiben kann. 24 Std Nonstop wäre ein Traum.

 

Werke sind Werke. Die Wörter die wir hören

Können verändern oder erziehen

Eine mächtige Aussage. Die Wörter die wir lesen

Können ein geistiges Werk sein

Übertreffen das ein oder andere irdische

So viel die himmlische Sonne

Übersteigt sie ein Freudenfeuer, das uns aus der Fassung bringt

Ein Licht auf einige Raritäten wirft,

ändern sie manchmal die Farbe im Zeitverlauf.

Bedeutungsschwere kluge Redenswendungen

Beeinflussen die kommenden Generationen

Ein Lied in seiner Wirkung

Kann vielleicht

Zauberhafter sein als Thermoplyen

Und viele Laien überfliegen es wie Schuljungen

Eine vornehmere Leistung wie Inkermann

William Charles Wentworth

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Ein Gedanke zu “Nichiyo Sonntagsgedanken 11.06.2017

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