Die Freiheit des Wortes

Düsseldorf war sooo voll, das keine Ruhe war zum Fotografieren. Deshalb stelle ich heute ein anderes Projekt vor, das ich spannend finde.

Im Rahmen des literarischen Fernkurses „In die Ferne reisen“, war u.a. auch Syrien ein Thema. Eine Recherche war fast unmöglich, deswegen werde ich eine andere Hausaufgabe die auch in den Rahmen fiel vorstellen. Umso schöner finde ich, dass es die Seite:

http://weiterschreiben.jetzt/

 

gibt.

Auf dem neuen Literaturportal publizieren Autorinnen aus Krisengebieten, insbesondere syrische und Sinti und Roma-Autorinnen, aus den Bereichen, Kurzprosa, Poesie, Essay und literarischer Journalismus.

Diese Plattform will eine Möglichkeit des Veröffentlichen schaffen. In ihren Ländern ist der Schreibprozess durch die politische Situation mindestens unterbrochen, zuweilen lebensgefährlich.

 

Auszug 1. Strophe

Lina Atfah Nach der Asche

 Die Lieder sind dort der Tod.  Wir summten die alten Verse, weinten und wiegten uns mit ihnen, was niemand bemerkte. Ist es wahr, dass die Ataba*-Gesänge uns in Nebel verwandeln? Ich sah meinen Vater wie eine Wolke dahin schweben, als er den Rebab**-Klängen lauschte. Seine Ekstase ließ mich zu Asche werden. Ich sagte: die Rebab ist die Stimme des Regens, wenn er weiblich wäre, die Rebab ist der unendliche Traum einer grenzenlosen Wüste.

 

 

Eine weitere Herausforderung war im Fernkurs war das Themengebiet Arabien. Eine Lesewelt die für mich fremd war. Viele der im Heft angegebenen Autoren waren nicht zu finden, so entschloss ich mich für Iman Mersal.

In ihrer Lyrik greift sie Themen wie Heimatlosigkeit, Fremdheit, Tradition, die Rolle der Frau auf.

In diesen ausgesuchten Werken folgen wir Mersal in ihrem Dorf im Norden Ägypten, wo sie geboren wurde und aufwuchs. Ihre ersten Gedichte erschienen in lokalen Magazinen, weil sie noch auf der High School war.

Dazu passt der folgende Link, in dem neben ihrem Lebensweg, auch ein Überblick über ihre Arbeiten gibt. Ein hilfreicher Faden, um sich weiter damit zu beschäftigen.

http://www.arabworldbooks.com/authors/iman_mersal.htm

Eins ist mir bei ihren Arbeiten aufgefallen, dass sie eine gute Beobachterin ist. Neben der Komplexität des Individuums ist auch die kulturelle Vereinigung ein zentrales Thema. Ein Einfluss hat sicherlich auch die Arbeit ihres Ehemannes, der als Musikethnologe über den arabischen Raum schreibt.

Genauso spannend ist auch der Link, in dem einige Punkte aus den Gedichten erläutert werden.

http://weekly.ahram.org.eg/2010/985/cu1.htm

Entfremdung ist ein Thema in ihren Werken.

Nehmen wir das Beispiel Faisal, das Anfang der 90er Jahre eine Art islamistische Favela war, wie ein Maulwurfshügel, unbebaute Straßen, abbröckelnde Betonmauer. Es ist zwar nicht so heftig wie in Brasilien, doch auch hier herrschte eine Hoffnungslosigkeit. Die Intellektuellen kämpften mit ihren Gedichten gegen Kopftuch, Schleier und Konservatismus.

Iman Mersal siedelte 1998 nach Boston um, von dort nach Edmonton, Alberta Canada.

Eine Frage die mich dann beschäftigte war, warum sie mehrere Jahre nicht geschrieben hatte.

„ Ich würde das Wort Vertreibung statt Exil verwenden, da ich nie gezwungen war Ägypten zu verlassen. In den ersten Jahren in Boston und dann in Edmonton, Kanada, durchlebte ich das gleiche wie viele andere: Nostalgie, Heimweh, wütend, die zwei Orte vergleichen. Ich hatte wirre Träume, über die Orte, Menschen, Sprachen miteinanderverbindet. In dieser Zeit fehlte mir ein Anreiz ein Gedicht zuschreiben. Ich schrieb fünf Jahre lang kein einziges Gedicht. Zurückschauend, denke ich, das ich nicht schreiben konnte, waren die direkten emotionalen Reaktionen……“

http://imanmersal.blogspot.de/2012/07/sj-fowler-interviews-iman-mersal-for.html

 

Es greift wie im Heft genannt, Fremde, Entfremdung, Sehnsucht auf. In Kairo war es auch die Rolle der Frau, die Traditionen. Das Gedicht „These are not Oranges“ ist ein Tochter-Vater-Gedicht.

 

`Du stehst in deinen Kleider vor mir, um einen springenden Punkt zu klären

Ich rieche dich

Und stelle fest das es deine Füße sind die auf der Erde herumgehen

nicht beraubt deines eigenen Duftes-

Du bietest mir einen Korb Orangen an

mit einem Lächeln wie ein Matrose der gerade angelegt hat.

Ich erinnere dich daran, das ich sie nicht mag

Das sind keine Orangen, meine Liebe-

 

 

Heute lehrt sie arabische Sprache und Literatur, und ist in Kontakt zu anderen arabischen Autoren.

Leider besteht keine Möglichkeit weitere Literatur zu erwerben.

https://www.youtube.com/watch?v=OmKutjR7xGY

 

 

Break

Die wachsende Anison Scenee

Anison ist eine Wortkombination von Anime und Song, das in Japan animierte Produktionen genutzt wird.

Die TV anime Themensongs fesselten die Kinder in den 70er und wurden in den 80er bei den Erwachsenen populär. Sie wurden fester Bestandteil in der japanischen Musikindustrie, und zum Millionenseller.

 

http://web-japan.org/trends/11_culture/pop160713.html

 

 

 

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