Schreiben führt mich immer mehr zu Sachthemen. Ich mag das recherchieren, sich mit einem Thema auseinandersetzen. Ein gezielter Schreiblehrgang ist auf Dauer eine bessere Lösung als die Schreibwerkstatt.

Die Schreibwerkstatt wird zu Ende gehen, die Entscheidung fällt damit, ob die Teilnehmerzahl sich konstant halten lässt oder nicht. Klar, waren die Hausaufgaben nicht schwer, doch manchmal fehlte mir die Zeit sie zu schreiben oder die Idee.

Irgendwie ist es dieses Gefühl in eine Richtung zu gehen, zu wachsen. Das Frühlingserwachen wird sicherlich wieder Schreibkraft bringen.

In einer erhaltenen E-Mail stand die Schreibstimme entwickeln, das gefiel mir. Die Schreibstimme ist mein persönlicher Ausdruck in Texten. Sie entsteht durch Wortwahl und Grammatik, aber der Inhalt- meine Botschaft- ist dafür mindestens ebenso wichtig.

Alles ist eine Entwicklung die Ausdauer braucht.

http://www.literaturcafe.de/buchmesseblogger-sessions-17-in-leipzig-warum-es-keine-buchblogger-gibt/?pk_campaign=feed&pk_kwd=buchmesseblogger-sessions-17-in-leipzig-warum-es-keine-buchblogger-gibt

 

„Bleistift, Papier und Bücher sind das Schießpulver des Geistes.“

(Neil Postmann amerik. Medienkritiker)

 

 

300 Jahre Maria Merians Schmetterlinge

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Vor genau 300 Jahren ist Maria Sibylla Merian (1647-1717) gestorben. Sie war eine außergewöhnliche Frau, die mit Konventionen gebrochen hat; eine der ersten Umweltaktivisten, Feministin. Scheidung nach zwanzig Jahren Ehe ( gegen den Willen ihres Mannes), danach fünf Jahre lang Mitglied einer radikalen protestantischen Sekte, später Forschungsarbeit im Dschungel von Surinam.

Bis heute ist sie durch ihre Beobachtungen und Darstellungen zur Metamorphose der Schmetterlinge bekannt. Ihre Bilder waren nicht nur wissenschaftlich bedeutsam, sie sind auch künstlerisch bemerkenswert: teils handgemalt, teils gedruckt und koloriert- unglaublich präzise und farbintensiv.

Ihr Leben erzählt Barbara Beuys in dem Buch „Maria Sibylla Merian“.

https://www.thalia.de/shop/home/rubrikartikel/ID45257990.html?ProvID=11000522

http://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/maria-sibylla-merian/

 

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Die Kunst des japanischen Schmetterlings

Das wundervollste auf Erde sind Schmetterlinge. Wenn sie während des Frühlings oder Sommer in ihrer ganzen Schönheit fliegen ist beeindruckend. Ihre Anmut haben durch die Jahrhunderte Künstler inspiriert.

Ein Land indem die Schmetterling zu Hause sind ist Japan. Laut den Japaner hat er mehrere Bedeutungen: eine spirituelle, eine symbolische oder eine künstlerische.

Zuerst betrachten wir die spirituelle Bedeutung: Wenn die Raupen sich in Schmetterlinge verwandeln, und durch den Kreislauf der Geburt, Umwandlung und Tod gehen, glauben viele Japaner dass sie die Seele der Toten tragen oder die Seele des Todes darstellen. Und ebenso glauben viele Japaner, das wenn man einen Schmetterling folgt, es einem hilft ein Geheimnis im Leben oder ein Problem zu lösen, dass jemand verrückt macht.

Zweitens wird der Schmetterling als Symbol verliebter Mädchen gesehen, wie auch wenn ein Mädchen sich in eine junge Frau verwandelt, ebenso als Weiblichkeit allgemein gesehen. Desweiteren symbolisieren Schmetterlinge den Frühling und Hochzeiten. Schmetterlinge repräsentieren oft blau-äugige Liebhaber in japanischen Gedichten, und oft auch als tragische Liebhaber dessen Seele sich nach einem Selbstmord verwandelt hat.

Und schließlich sind Schmetterlinge beliebt bei den japanischen Künstler. Schmetterlinge finden sich als Motive auf Kimonos oder anderen Kleidungsstücken, auf Familienwappen (in Japan bekannt als `kamon`) in Bilder und ukiyo-e woodblock Druck.

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Sehr beliebt ist der Schmetterling als Objekt für Origami. Die früheste bekannte Referenz über ein Origami ist ein Gedicht, geschrieben von Ihara Saikaku 1680, welcher ein Traum über zwei Papierschmetterlinge beschreibt. In diesem Traum gibt er ihnen den Namen Mecho und Ocho.

Aus diesem Gedicht heraus bildete sich die Tradition von Mecho und Ocho. Mecho meint weiblich und ocho meint männlich im japanischen. Es werden zwei Origami Schmetterlinge, bei einer Hochzeitszeremonie, auf Sakeflaschen platziert.

Schmetterlingsorigami sind bis heute beliebt.

http://www.origami-resource-center.com/mecho-and-ocho.html

Auch waren die Schmetterlinge ein beliebtes Objekt für japanische Künstler durch die Jahrhunderte. Es gibt viele Zeichnungen die über tausend Jahre alt sind. Sie finden sich auf Siebdrucke, Bilder und mehr.

Traditionelle Zeichnungen sind u.a. von Maruyama Oko (1733-1795), der Gründer der Maruyama Schule der Künste.

In der Neuzeit sind Schmetterlingen in Mangas beliebt. Die meisten von ihnen werden als Zeichen vergänglicher Gedanken dargestellt. Am bekanntesten ist die anime Serie „Sailor Moon“ wo der Schmetterling das Symbol der Prinzessin Kakyua ist.

Schmetterlinge werden uns auch noch in Jahrhunderten faszinieren. Zum Abschluss ein Gedicht.

 

Tod eines Schmetterlings5edatx0

An einem späten Herbstabend mit wunderbaren Sonnenlicht

ging ich stramm voran als ich plötzlich stoppte

durch einen Schmetterling am Straßenrand, der mich einen Zahn zulegen ließ.

Zunächst dachte ich dass er sich ausruhte

aber als ich mich hinhockte und genauer hinschaute

sah ich dass er tot war.

 

Er musste gerade gestorben sein.

Seine langen Fühler flatterten noch in der Brise,

seine langen, schlanken Beine waren noch fest mit der Erde verbunden.

Seine dunklen Augen und bunten Flügel

spiegelten sich im Sonnenlicht in allen Schattierungen.

Ein toter Schmetterling ist wunderschön.

Selbst sein Tod ist wunderbar,

sieht mehr beherrscht aus als wenn er leben würde.

 

Der Tod eines Schmetterlings bringt den Geist zu herrlichen Wörter,

doch schöne Worte allein,

können seinen Tod nicht vollständig erklären.

Nicht aus Mitleid, aber irgendwie gedankenlos nahm ich ihn hoch.

Und platzierte in auf einen Rasen, wo stand `Betreten verboten`.

Mein zweiter Gedanke,

den ich dachte, das eine Beerdigung für den Schmetterling angemessen wäre.

 

Ich werde ihn niemals vergessen,

dort vor der ersten Kreuzung an der Ost-West-Straße,

unter einem Stahlturm mit Hochspannung.

(Tian Yuan)

 

Quelle:

http://hubpages.com/art/japanese-butterfly-art

Die Bilder sind im Schmetterlingshaus Hamm fotografiert worden.

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3 Gedanken zu “Nichiyo Sonntagsgedanken 26.02.2017

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