Sind Autorenlesungen noch zeitgemäß? Die Frage habe ich mir gestellt, als ich diesen Artikel las:

www.welt.de/kultur/literarischewelt/article158105023/Warum-gibt-es-eigentlich-noch-Autorenlesungen.html

Persönlich finde ich es kommt auf die Autorenlesung. Manche sind gut gemacht, ich erfahre einiges, und manche sind einfach nur dazu da um sein Werk vorzustellen.

Autorenlesungen nutze ich meist für regionale Autoren, die gefördert worden sind, aber noch nicht den Bestseller geschrieben haben. Oder es sind Autorenlesungen, die von einer anderen Kultur erzählen und nicht bei Amazon & Co auftauchen.

Wahrscheinlich hätte ich niemals ein Buch mit 1.000 Seiten gelesen. Eine Autorenlesung mit Orkun Ertener überzeugte mich. Obwohl er schon lange Drehbücher, u.a für den Tatort schreibt ist dies sein Roman für den er den Grimme Preis erhielt.

Inhalt des Romans:

Während der Arbeit an der Autobiographie der prominenten Schauspielerin Anna Roth wird Ghostwriter Can Evinman auf schockierende Weise mit seiner eigenen Lebensgeschichte konfrontiert: Seine Eltern, die vor fünfunddreißig Jahren bei einem Unfall ums Leben kamen und ihn als achtjähriges Kind traumatisiert zurückließen, scheinen in Wahrheit einem Verbrechen zum Opfer gefallen zu sein. Einem Verbrechen, das auch in Anna Roths Familie tiefe Wunden geschlagen hat. Gemeinsam versuchen Can und Anna herauszufinden, was wirklich passiert ist, und stoßen in Thessaloniki auf ein einzigartiges Kapitel der jüdischen Geschichte im 17. Jahrhundert, das bedrohlich bis in die Gegenwart reicht und eng mit dem Schicksal ihrer beider Familien verknüpft ist. Doch ihre Entdeckungen sind nicht ungefährlich. Denn jemand scheint großes Interesse daran zu haben, dass die Wahrheit im Verborgenen bleibt. Und schreckt vor nichts zurück. Auch nicht vor Mord … »Lebt« verwebt Fiktion und Wahrheit zu einem ungewöhnlichen, packenden Thriller – und mit jeder Enthüllung steigt die Gewissheit, dass die Wahrheit oft eine ganz andere ist als wir denken.

Quelle: Fischer Verlag http://www.fischerverlage.de/buch/lebt/9783651013674

 

 

Ein Geschichte die mir viel abverlangt hatte, weil erstens den Überblick über die Figuren zu behalten und zweitens die langatmigen Phasen.

Wenn er auf der Autorenlesung nicht von seiner Arbeit erzählt hätte, dann wäre ich nie bis zum Ende gekommen. Bei einigen Passagen sind für mich Brüche vorhanden, oder ich hätte es gekürzt. Das kommt wahrscheinlich durch das Drehbuchschreiben.

https://www.youtube.com/watch?v=xAvibDmLuZY

Dafür finde ich Autorenlesung hilfreich, ob eine Autorenlesung auch Sinn macht, wenn die Gruppe wandern geht, weiß ich nicht. An dem Tag war es so heiß, da habe ich mich keinen Meter nach draußen bewegt.

Klar die jüngeren Leute sind für andere Kanäle zu haben, und irgendwann wird es die Autorenlesung auch nicht mehr geben.

Ein Kriterium was mich abgeschreckt sind Autorenlesungen wo der Autor seinen Blick nicht von seinem Buch hebt. Der Text wird einfach runtergelesen, das Spiel mit dem Publikum wird vergessen.

So eine ähnliche Lesung habe ich auch schon erlebt. Der Autor muss mir nicht jede Seite vorlesen, er soll von seiner Geschichte erzählen und den Leser dafür begeistert können.

Autorenlesungen sind ein weites Feld. Neben einer guten Geschichte gehört auch das Können des Autors dazu . Ich werde mir weiterhin Autorenlesungen anhören, ob zeitgemäß oder nicht.

Schreibmäßig bereite ich die Buchvorstellung vor. Die Hausaufgabe für die Schreibwerkstatt macht mich ideen- und ratlos.

Und dann fand ich die Einladung zu den Montagslyriker

https://terencehorn.com/montagslyriker/

Puh, ich glaube ich brauche eine bezahlte Schreibwoche, um das alles zu schaffen.

Weil das Essen eine wichtige Rolle in japanischen Romanen spielt, wie „Eigenwetter“ hier eine gefundene Doku zum Essen:

https://www.youtube.com/watch?v=uTeUgp8MTBw

 

Zum Abschluss einen wunderbaren Sonntag mit einer japanischen Weisheit.

„Die Seligkeit eines Augenblicks verlängert das Leben um tausend Jahre.“

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