Nichiyo Sonntagsgedanken 28.05.2017

Nichiyo Sonntagsgedanken 28.05.2017

 Die Freiheit des Wortes

Düsseldorf war sooo voll, das keine Ruhe war zum Fotografieren. Deshalb stelle ich heute ein anderes Projekt vor, das ich spannend finde.

Im Rahmen des literarischen Fernkurses „In die Ferne reisen“, war u.a. auch Syrien ein Thema. Eine Recherche war fast unmöglich, deswegen werde ich eine andere Hausaufgabe die auch in den Rahmen fiel vorstellen. Umso schöner finde ich, dass es die Seite:

http://weiterschreiben.jetzt/

 

gibt.

Auf dem neuen Literaturportal publizieren Autorinnen aus Krisengebieten, insbesondere syrische und Sinti und Roma-Autorinnen, aus den Bereichen, Kurzprosa, Poesie, Essay und literarischer Journalismus.

Diese Plattform will eine Möglichkeit des Veröffentlichen schaffen. In ihren Ländern ist der Schreibprozess durch die politische Situation mindestens unterbrochen, zuweilen lebensgefährlich.

 

Auszug 1. Strophe

Lina Atfah Nach der Asche

 Die Lieder sind dort der Tod.  Wir summten die alten Verse, weinten und wiegten uns mit ihnen, was niemand bemerkte. Ist es wahr, dass die Ataba*-Gesänge uns in Nebel verwandeln? Ich sah meinen Vater wie eine Wolke dahin schweben, als er den Rebab**-Klängen lauschte. Seine Ekstase ließ mich zu Asche werden. Ich sagte: die Rebab ist die Stimme des Regens, wenn er weiblich wäre, die Rebab ist der unendliche Traum einer grenzenlosen Wüste.

 

 

Eine weitere Herausforderung war im Fernkurs war das Themengebiet Arabien. Eine Lesewelt die für mich fremd war. Viele der im Heft angegebenen Autoren waren nicht zu finden, so entschloss ich mich für Iman Mersal.

In ihrer Lyrik greift sie Themen wie Heimatlosigkeit, Fremdheit, Tradition, die Rolle der Frau auf.

In diesen ausgesuchten Werken folgen wir Mersal in ihrem Dorf im Norden Ägypten, wo sie geboren wurde und aufwuchs. Ihre ersten Gedichte erschienen in lokalen Magazinen, weil sie noch auf der High School war.

Dazu passt der folgende Link, in dem neben ihrem Lebensweg, auch ein Überblick über ihre Arbeiten gibt. Ein hilfreicher Faden, um sich weiter damit zu beschäftigen.

http://www.arabworldbooks.com/authors/iman_mersal.htm

Eins ist mir bei ihren Arbeiten aufgefallen, dass sie eine gute Beobachterin ist. Neben der Komplexität des Individuums ist auch die kulturelle Vereinigung ein zentrales Thema. Ein Einfluss hat sicherlich auch die Arbeit ihres Ehemannes, der als Musikethnologe über den arabischen Raum schreibt.

Genauso spannend ist auch der Link, in dem einige Punkte aus den Gedichten erläutert werden.

http://weekly.ahram.org.eg/2010/985/cu1.htm

Entfremdung ist ein Thema in ihren Werken.

Nehmen wir das Beispiel Faisal, das Anfang der 90er Jahre eine Art islamistische Favela war, wie ein Maulwurfshügel, unbebaute Straßen, abbröckelnde Betonmauer. Es ist zwar nicht so heftig wie in Brasilien, doch auch hier herrschte eine Hoffnungslosigkeit. Die Intellektuellen kämpften mit ihren Gedichten gegen Kopftuch, Schleier und Konservatismus.

Iman Mersal siedelte 1998 nach Boston um, von dort nach Edmonton, Alberta Canada.

Eine Frage die mich dann beschäftigte war, warum sie mehrere Jahre nicht geschrieben hatte.

„ Ich würde das Wort Vertreibung statt Exil verwenden, da ich nie gezwungen war Ägypten zu verlassen. In den ersten Jahren in Boston und dann in Edmonton, Kanada, durchlebte ich das gleiche wie viele andere: Nostalgie, Heimweh, wütend, die zwei Orte vergleichen. Ich hatte wirre Träume, über die Orte, Menschen, Sprachen miteinanderverbindet. In dieser Zeit fehlte mir ein Anreiz ein Gedicht zuschreiben. Ich schrieb fünf Jahre lang kein einziges Gedicht. Zurückschauend, denke ich, das ich nicht schreiben konnte, waren die direkten emotionalen Reaktionen……“

http://imanmersal.blogspot.de/2012/07/sj-fowler-interviews-iman-mersal-for.html

 

Es greift wie im Heft genannt, Fremde, Entfremdung, Sehnsucht auf. In Kairo war es auch die Rolle der Frau, die Traditionen. Das Gedicht „These are not Oranges“ ist ein Tochter-Vater-Gedicht.

 

`Du stehst in deinen Kleider vor mir, um einen springenden Punkt zu klären

Ich rieche dich

Und stelle fest das es deine Füße sind die auf der Erde herumgehen

nicht beraubt deines eigenen Duftes-

Du bietest mir einen Korb Orangen an

mit einem Lächeln wie ein Matrose der gerade angelegt hat.

Ich erinnere dich daran, das ich sie nicht mag

Das sind keine Orangen, meine Liebe-

 

 

Heute lehrt sie arabische Sprache und Literatur, und ist in Kontakt zu anderen arabischen Autoren.

Leider besteht keine Möglichkeit weitere Literatur zu erwerben.

https://www.youtube.com/watch?v=OmKutjR7xGY

 

 

Break

Die wachsende Anison Scenee

Anison ist eine Wortkombination von Anime und Song, das in Japan animierte Produktionen genutzt wird.

Die TV anime Themensongs fesselten die Kinder in den 70er und wurden in den 80er bei den Erwachsenen populär. Sie wurden fester Bestandteil in der japanischen Musikindustrie, und zum Millionenseller.

 

http://web-japan.org/trends/11_culture/pop160713.html

 

 

 

Nichiyo Sonntagsgedanken 14.05.2017

Nichiyo Sonntagsgedanken 14.05.2017

Sich wieder in die Schichtrythmus einzufinden, hat mich etwas aus dem Ruder laufen lassen. Darum gibt es heute gesammelte Gedanken und ein Gedicht zum Muttertag.

Eine Idee aus Taiwan gefällt mir: Das Schönschreiben im Netz. Früher habe ich auch viel mehr mit der Hand geschrieben, ja selbst Briefe schreiben sind zum Seltenheitswert verkommen. Da gab es einst Zeiten, wo ich extra einen Feinschreiber gekauft habe, mir sogar um die Gestaltung Gedanken machte. Und heute wird das Schreibprogramm bemüht.

Ruhrköpfe stellte auch eine Rarität vor: die Postkarte.

http://www.main-echo.de/ueberregional/vermischtes/art7123,4514018

Was bei uns auch selten geworden ist, ist das gemeinsame Lesen. Und wenn sind die meisten Treffen nachmittags oder morgens. Ich meine klar lese ich auf Foren mit, oder nehme an Aktionen teil, aber gemeinsam vor Ort lesen, ist ein ganz anderes Gefühl.

Ich kann mich eine Lesegruppe erinnern, wo vier Generationen gemeinsam ein Buch zusammen erörtern haben. Da kamen unterschiedliche Leseeindrücke heraus und viele Diskussionen.

In Hamburg gibt es ein Projekt, wo Medienboten seit zehn Jahren, älteren Menschen ihre Lektüre nach Hause bringen.

https://www.welt.de/regionales/hamburg/article164323830/Wenn-Buechertausch-etwas-sehr-Intimes-ist.html

Und trendmäßig gibt es nicht nur das kleinste bewegliche Haus in Deutschland, sondern auch in Japan:

http://jpninfo.com/77600

http://www.lvz.de/Ratgeber/Bauen-Wohnen/Zuhause-Wohnen-Einrichten-Gestalten/Wohnen-auf-Raedern-Der-Tiny-House-Trend-ist-in-Deutschland-angekommen

 

 

qPr2Jog

Das ist alles Mama

Woher nimmst du die Energie, Mama

Alle die Dinge zu managen

Lehrerin, Krankenschwester, Trösterin, Ratgeber

Für mich, als ich ein Kind war.

Wie hast du das alles geschafft, Mama

Chauffeur, Köchin, Freundin

Und auch noch Zeit mit mir zu spielen

Ich kann es nicht begreifen.

Nun, weiß ich, dass es Liebe war, Mama

Das du immer für mich da warst,

wenn ich dich gerufen habe,

deine unerschöpfliche Liebe, Mama

Ich danke dir für alles

( Joanna Fuchs)

 

 

( Die Bilder sind im Museum Waschhaus Weegerhof entstanden)

 

Ausgelesen

Ausgelesen

Diesmal habe ich mich doch von den Buchbesprechungen verleiten, das Buch zu lesen, weil es sich toll anhörte. Und doch bin ich ein bisschen enttäuscht, weil es teilweise zu langatmig war.

 

Fakten:

Barbara Kingsolver Das Flugverhalten der Schmetterlinge

https://www.amazon.de/Das-Flugverhalten-Schmetterlinge-Barbara-Kingsolver/dp/3570102157

 

Inhalt:

In ihrer Erzählung kehrt die Autorin zurück zur Natur und den Umweltschädigungen.

Der Roman ist eine schonungslose Analyse des Klimawandels, der in einer ländlichen Gegend angesiedelt wurde. Barbara Kingsolver erzählt vom Leben einer ländlichen Gemeinde, an denen Themen wie Umwelt, Ökonomie und politische Probleme vorbeigehen. Die Einwohner von Feathertown, Tennessee kennen ihr Leben und das genügt ihnen.

Dellarobia Turnbow, die Hauptfigur, fühlt das es Zeit ist für einen Tapetenwechsel. Als Mutter von zwei Kleinkinder, gefangen in einer beengenden ländlichen Gegend, hat sie schon lange ihre eigenen Interessen vernachlässigt. Ihr Ehemann Cub – welchen sie als schwangeren Teenager heiratete- ist ein passiver Mann der viele Entscheidungen von seinen dominierenden Eltern abhängig macht, dessen Schafe ihr Leben sind. Dellarobia fügt sich den todlangweiligen Aufgaben ihres Lebens, aber trotzdem belastet ihre Ehe eine heimliche Affäre.

Am Ende eines trüben, endlosen verregneten Sommer und Herbst fühlt Dellarobia sich am Ende ihrer Kräfte. Der Roman beginnt indem sie beschließt zu verschwinden und ein neues Leben mit ihrem Liebhaber zu beginnen .Als sie auf den Weg nach oben ist, stoppt sie plötzlich. Mitten in diesem Bergtal findet ein Wunder statt. Der ganze Wald scheint orangefarben zu brennen. Sie kehrt zurück zu ihrem Leben, verschweigt zunächst das Wunder. Bis eine geplante Baumfällung sie zum Reden bringt.

Jeder redet über die Monarchenfalter, Dellarobia wird auch über die Grenzen hinaus bekannt. Dieses wundersame Ereignis lockt auch Doktor Ovid Byron an, ein charismatischer Forscher, der sein Leben diesen Wesen gewidmet hat.

Dellarobia und ihr fünfjähriger Sohn Preston sind ganz von ihm fasziniert.

Aber andere in der Gemeinde, einschließlich der Farmer die ihre Ernte durch den Klimawandel verloren haben, reden nicht so gerne darüber. Jeder hat seine Meinung dazu, warum die Schmetterlinge ausgerechnet hier gelandet sind.

Die Monarchfalter sind von ihrer üblichen Route abgekommen, normalerweise überwintern sie in Mexiko, doch der Klimawandel hat sie von ihrer Route abgebracht.

Am Ende haben alle dazu gelernt, und Dellarobia beginnt ein neues Leben.

 

Leseprobe:

„Seit dem Ausflug mit ihre Schwiegereltern war Dellarobia nicht mehr auf den Berg gewesen. Hester kümmerte sich um die Besucherschar, was unfair war. Mit einem Mal waren die Schmetterlinge Sache der Mountain-Fellowship-Gemeinde. Die Kirche und Hester hatten ihr eigenes kleines Kirchenwunder, selbst Touren zu führen, war für Dellarobia nicht drin, mit einem Kleinkind am Hals und einem anderen im Kindergartenalter an ihrem Rockzipfel würde man ihr das nicht überlassen. Trotzdem, wenn hinter ihrem Haus Gruppen auf dem Weg zur High Road vorbeiliefen, zog Dellarobia in dem Gefühl, dass man ihr etwas genommen hatte, die Jalousien zurück und winkte demonstrativ.“

 

Mein Eindruck.

Ja, schreiben kann Barbara Kingsolver.

Den Roman würde ich allerdings als Sommerschmöker bezeichnen, weil teilweise wiederholen sich Passagen.

Im gesamte ist die Geschichte ein beeindruckendes Werk, in seiner Komplexität und seiner Beobachtungsgabe. Dellarobia und ihre Verwandten kommen glaubwürdig herüber mit Respekt und Ausgeglichenheit.

Aber, das gerade hat bei mir im Lesen manchmal ein Gähnen ausgelöst. Manche Beschreibungen waren so detailreich, sodass es wieder langatmig wurde.

Neben dem Landleben, das Dellarobia anödet, ist der Klimawandel das andere Thema.

Ich finde da hebt die Autorin ein bisschen den Zeigefinger, vielleicht schweift sie auch deswegen so aus. Um die Dramatik in der Handlung zu verstärken, wird eine mexikanische Familie eingeflochten, die aus dem Ort der Schmetterlinge kommt. Sie sind mehr Randfiguren, und dienen dazu das Problem nochmals deutlicher hervorzuheben.

Den gleichen Zweck erfüllt Bryon und seine Truppe. Sie forschen und beobachten die Monarchfalter. Sie sind die Figuren die die Informationen über die Schmetterlinge in der Handlung einfließen lassen.

Diese Gegensätze im Buch sind sicherlich gewollt von der Autorin, um den Handlungsstrang voranzutreiben. Dellarobia mit ihrer Familie, ihr ländliches Leben, in dem bisher nicht viel geschah. Die Forschertruppe aus der Stadt, für die Geld kein Problem ist.

Sinngemäß ziehen die Schmetterlinge und Dellarobia, in einem neuen Leben.

Die Geschichte wird aus der Sicht des beobachtenden Erzähler erzählt, wäre mehr die Ich-Form herausgekommen, dann hätte es mehr Emotionen gehabt.

Trotz einiger Schwächen empfehle ich das Buch, auch wenn es ein dicker Brocken ist. Wer Schmetterlinge und eine Familiengeschichte mag, der wird das Buch mögen.

 

Die Autorin:

Barbara Kingsolver ist eine der profiliertesten Autorinnen Amerikas, weltweit bekannt wurde sie mit dem Roman. Die Giftholzbibel. All ihre Bücher waren auf der New-York-Times-Bestsellerliste. Darüber hinaus wurde sie vielfach mit renommierten Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Orange Fiction Prize. Barbara Kingsolver lebt mit ihrer Familie in den südlichen Appalachen.

 

http://www.kingsolver.com/

 

Weitere Informationen:

https://www.derwesten.de/kultur/literatur/wunder-oder-naturkatastrophe-das-flugverhalten-der-schmetterlinge-id10280371.html

https://www.kobo.com/us/de/ebook/flight-behavior

 

 

 

 

 

 

 

Nichiyo Sonntagsgedanken 07.05.2017

Nichiyo Sonntagsgedanken 07.05.2017

Arbeitsreiche Woche, die wenig Schreibraum ließ. Beschäftigt haben mich die ABCetueden, erst hatte ich so keine Idee, was sich daraus schreiben lässt, doch gestern kam mir der folgende Text in den Sinn:

Kurt, von allen Kurti genannt, schaute begierig auf die Paradeiser im Nachbargarten. Wie herrlich rot leuchteten sie, einladend. George hatte einfach den grünen Daumen. Eine, das fällt doch niemanden. Prachtvoll im Fleisch, ach einfach mal reinbeißen. Kurti lief das Wasser im Mund zusammen. Wäre doch dieser Streit nicht mit George eskaliert, dann hätte er sicher welche probieren können.

Da kam ihm ein Einfall. Kurti kletterte auf die Regentonne, warf seine Angelschnur aus, daneben, und nochmal, und nochmal. Auf einmal schepperte es heftig. Wutentbrannt stürmte George auf ihn zu. „Was soll das? Spinnst du?“

„Ist doch nur eine Kleinigkeit.“ Stotterte Kurti und lief puterrot an.

 

Die nächsten abcetueden sind wahrlich einfacher:

Meer

Mensch

Kind

 

https://365tageasatzaday.wordpress.com/2017/05/07/schreibeinladung-fuer-die-textwoche-19-17-wortspende-von-jaecki-lindenau/#like-3711

 

Hier ein Fundstück aus dem Web:

Die Tomate

Eine Tomate grün und rund,

sah zum Verfärben keinen Grund,

sie sprach selbstbewusst und kühn,

ich find mich schön, ich bleibe grün.

Ein Käfer, den Satz gehört,

war von dem Früchtchen gleich betört

Er sagte: Dein Grün gefällt mir auch

Drum krabbel ich über deinen Bauch.

Bei diesem intimen Angebot

da wurde die Tomate rot.

 

Alles in allem bleibt die Schreibzeit begrenzt. Hier ein Wort, da ein Satz so werden die Tage gefüllt.

Fundstück 2:

MaiRaum

MaiRaum

 Denn schreiben will ich.

 

Liebe Anne,

ich möchte Dir schreiben, weil mich deine Tagebucheinträge tief bewegt haben.

Wie muss es gewesen sein für eine pubertierende sich zwei Jahre zu verstecken, ohne ihre gewohnte Umgebung, ohne deine Freundinnen, mit denen du sicherlich das ein oder andere Geheimnis geteilt hättest.

Einfach Spazierengehen, einfach irgendwohin gehen, einfach frei sein. Wie musst dies alles vermisst haben. Deine Launen waren verständlich, das Erwachsenwerden auf engstem Raum zu erleben, und immer die Angst entdeckt zu werden.

Die erste Liebe, du hast es ausprobiert, oder war es einfach nur eine Verzweiflung, dies alles nicht mehr zu erleben. Die Traurigkeit das dir das gleiche wie die anderen passieren könnte, das dein Leben mit einem Mal zu Ende sein könnte.

Mit jedem Tag der verging die Hoffnung, dass bald vielleicht alles vorbei ist. Hoffnungen, Träume wohin dein Leben gehen könnte. Dein Tagebuch ist dein steter Begleiter, es gibt dir die Kraft, die scheinbar ausweglose Situation, zu ertragen.

Wie sehr ich mir gewünscht hätte, das du überlebst hättest. Vielleicht wärst du eine große Schriftstellerin geworden, oder vielleicht hättest du eine Familie gegründet oder, oder.

Schade dass dein junges Leben so endete.

In Memoriam

Deine treue Leserin

 

Denn schreiben will ich! - Frank, Anne

(Anne Frank „Denn schreiben will ich“; Aus den Tagebüchern und anderen Werken, Reclam Verlag )

http://www.buecher.de/shop/judenverfolgung/denn-schreiben-will-ich/frank-anne/products_products/detail/prod_id/44141542/

 

http://www.annefrank.org/de/

https://www.annefrank.de/

Die Idee kam mir als ich einen Artikel in der Federwelt las, indem vorgeschlagen wurde, seiner Hauptfigur einen Brief zu schreiben. Und da immer weniger Briefe geschrieben werden, griff ich das auf, und daraus wurde der Brief an Anne Frank.

Das soll in diesem Monat einen Schreibraum werden, die aus der Textaufgabe des Schreibverlags „Berühmte Persönlichkeiten „entstand.

Auch wenn es in dem Sinne keine jüdische Literatur gab, möchte ich doch einige Autorinnen aufgreifen.

Auszüge aus der Zeitleiste:

12.06.1942                    Anne Frank bekommt zum dreizehnten ein Tagebuch  geschenkt.

06.07.1942                    Die Familie Frank taucht unter und versteckt sich im Hinterhaus an der Prinsengracht 263 in Amsterdam.

30.04.1943                    Allen Juden wird die deutsche Staatsbürgerschaft  entzogen.

04.08.1944                   Die Familie Frank und die andere   Untergetauchten werden  verhaftet

08.08.1944                  Die Untergetauchten aus dem Hinterhaus werden in das  niederländische Lager Westerfork gebracht.

03.09.1944                                     Die Untergetauchten werden in das Konzentrationslager Auschwitz gebracht.

01.10.1944                                     Anne und Margot Frank werden in das Lager Bergen-Belsen gebracht.

Sie sterben am 15.02.1945

 

Ihr Tagebuch

https://www.youtube.com/watch?v=1L-iEGvzT8k

 

Nichiyo Sonntagsgedanken 30.04.2017

Nichiyo Sonntagsgedanken 30.04.2017

Der Schreibstift fegt über das Papier, die Ideen senden Rauchzeichen, so viele interessante Mitmachschreibanreize von Euch, da komme ich kaum hinterher.

Der April geht mit neuer Energie, mit neuem Berufsziel, und vielen Bewerbungen zu Ende. Für mein Fachthema habe ich die ersten Punkte festgesetzt, am 06.05.2017 werde ich die fairgood trade in Essen besuchen. Wichtig ist mir ein Projekt oder Startup zu finden, an dem ich mitarbeiten kann.

In der Schreibwerkstatt werde ich mich mit Anne Franke, Hilde Domin und anderen beschäftigen. Geplant ist ein monatliches Thema, je nachdem ob mir etwas Gescheites einfällt.

Und der Japantag in Düsseldorf steht an.

Überhaupt ist Japan in Feierlaune mit der

Golden Week

 Herausnehmen möchte ich den Tag des Grüns

 ist ein japanischer Feiertag, der zwischen 1989 und 2006 am 29. April gefeiert wurde und der seit 2007 am 02. Mai gefeiert wird.

Der 29. April ist der Geburtstag des ShÕwa- Kaisers Hirohito. Zu Lebzeiten des Kaisers war dieser Tag in Japan ein Nationalfeiertag. In seinem Todesjahr 1989 wurde der Tag in „Tag des Grüns“ umbenannt und als Nationalfeiertag beibehalten. Der neue Name des Feiertages sollte an die Naturverbundenheit des ShÕwa -Kaisers erinnern, seit 2007 heißt der 29. April in Gedenken an die ShÕwa-Zeit

http://www.handelsblatt.com/panorama/aus-aller-welt/golden-week-die-massentauglichkeit-des-japaners/2955148.html

http://www.japan-talk.com/jt/new/japan-in-may

 

Wenn wir schon beim Feiern sind, dann können wir 2019 einen zweihundertjährigen feiern:

Theodor Fontane

Wurde am 30.12.Dezember 1819 in Neuruppin geboren. Er war ein deutscher Dichter, Schriftsteller sowie Apotheker. Er als gilt als einer der wichtigsten Vertreter des literarischen Realismus. Zu seinen bekanntesten Werken zählen die Romane wie Effie Briest sowie Irrungen, Wirrungen. Sein Erzählstil zeichnet sich durch einen auktorialen aus, wobei das Gesamtwerk Fontanes zumeist von gesellschaftskritischen Elementen aus.

Ich möchte ein paar Links und Infos einfügen, vielleicht hat der ein oder andere wieder Lust ihn zu lesen

https://de.wikipedia.org/wiki/Theodor_Fontane

http://www.fontaneseite.de/index.html

 

Frühling

Nun ist er endlich kommen doch

In grünem Knospenschuh;

„Er kam, er kam ja immer noch“,

Die Bäume nicken sich’s zu.

Sie konnten ihn all erwarten kaum,

Nun treiben sie Schuss auf Schuss;

Im Garten der alte Apfelbaum,

Er sträubt sich, aber er muss.

Wohl zögert auch das alte Herz

Und atmet noch nicht frei,

Es bangt und sorgt: „Es ist erst März

Und März ist noch nicht Mai.“

O schüttle ab den schweren Traum

Und die lange Winterruh:

Es wagt es der alte Apfelbaum,

Herze, wag’s auch du.

 

http://www.mwfk.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.447970.de

https://www.berlin.de/special/reise/brandenburg/news/4789603-767566-zwei-millionen-euro-zum-200-geburtstag-t.html

 

Es kann die Ehre dieser Welt

Es kann die Ehre dieser Welt

Dir keine Ehre geben,

Was dich in Wahrheit hebt und hält,

Muß in dir selber leben.

Wenn’s deinem Innersten gebricht

An echten Stolzes Stütze,

Ob dann die Welt dir Beifall spricht,

Ist all dir wenig nütze.

Das flücht’ge Lob, des Tages

Ruhm Magst du dem Eitlen gönnen;

Das aber sei dein Heiligtum:

Vor dir bestehen können.

Theodor Fontane Aus der Sammlung Sprüche

 


 

Ausgang

Immer enger, leise, leise

ziehen sich die Lebenskreise,

schwindet hin, was prahlt und prunkt,

schwindet Hoffen, Hassen, Lieben,

uns ist nichts in Sicht geblieben als der letzte dunkle Punkt.

 

 

So muß man leben!

Die kleinen Freuden aufpicken,

bis das große Glück kommt.

Und wenn es nicht kommt,

dann hat man wenigstens

die „kleinen Glücke“ gehabt.

 

 

Summa Summarum!

Theodor Fontane

Eine kleine Stellung, ein kleiner Orden

(Fast wär ich auch mal Hofrat geworden),

Ein bißchen Namen, ein bißchen Ehre,

eine Tochter „geprüft“, ein Sohn im Heere,

Mit siebzig ’ne Jubiläumsfeier, Artikel im Brockhaus und im Meyer…

Altpreußischer Durchschnitt, Summa Summarum,

Es drehte sich immer um Lirum Larum Um Lirum Larum Löffelstiel.

Alles in allem – es war nicht viel.

 

Freuen wir uns auf den Mai. Und genießen die Sonnenstrahlen des Lebens.

Schreibwerkstatt

Schreibwerkstatt

ABCetueden 17.17

 

Safranstaubkussspuren

Wirbeln auflösend

zwischen zweier Liebender

zärtliche Annährung

 

Knospenkollisionkurs

Entfaltet die Anmut die Liebe

Fangen die Pollen des Safrans

Und führt die Herzen zueinander

 

Irisreinkarnationslied

Befreit die innere Gefühlsenge

Blüht im gelben Gewand

Öffnet der Seelen weit

Für das ewige Bündnis.

 

 

(wortsonate 2017

Bild Überarbeitet mit Bildprogramm)